Segelclub 77

Möhnesee e.V.

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Hafenmanöver-Training in Hohe Düne: Zwischen Nebelwand und Fischbrötchen
21. März 2026
Fahrtensegeln

Drei Tage, fünf Teilnehmer und unzählige Anleger: Am vergangenen Wochenende hieß es für eine kleine Crew unseres Vereins „Leinen los“ zum Intensiv-Training in Rostock-Warnemünde. In der Yachthafenresidenz Hohe Düne haben wir an unseren Skipper-Qualitäten gefeilt – bei Bedingungen, die uns alles abverlangt haben.

Kalt, aber spektakulär: Das Wetter-Karussell an der Ostsee

Wenn man Ende März trainiert, weiß man: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falsche Kleidung. Und die war auch nötig! Es war „richtig knackig“ kalt, aber wir hatten unglaubliches Glück. Die Ostsee zeigte sich von ihrer mystischen Seite: Sonne und dichter Nebel wechselten sich fast stündlich ab. Wenn die Sonne durchbrach, glänzte die Marina Hohe Düne in vollem Glanz, nur um wenig später wieder in einer weißen Wand aus Seenebel zu verschwinden – perfekte Bedingungen, um auch die Orientierung im Hafen zu schulen.

Übung macht den Meister: Manöver ohne Pause

Das Programm für Freitag, Samstag und Sonntag war straff: Hafenmanöver bis zum Abwinken. Mit insgesamt fünf Teilnehmern (zwei davon aus unserem Verein) war die Gruppe ideal besetzt. Das Prinzip war einfach: Jeder war mal dran, und zwar pausenlos.

Egal ob rückwärts in die enge Box, Eindampfen in die Vorspring oder das korrekte Anlegen längsseits bei Seitenwind – wir haben die Yacht so lange manövriert, bis die Handgriffe saßen. Die enge Betreuung sorgte dafür, dass jeder von uns seine persönlichen „Angst-Manöver“ in einer sicheren Umgebung so oft wiederholen konnte, bis die Unsicherheit verflogen war.

Das Highlight: Mittagspause am Alten Strom

Was wäre ein Segeltörn in Warnemünde ohne einen Abstecher in den Alten Strom? Jeweils zur Mittagszeit haben wir den Yachthafen verlassen und sind rüber in das historische Herz von Warnemünde verholt.

Das Anlegemanöver dort war standesgemäß: Wir haben direkt an einem der traditionellen Fischkutter festgemacht. Der Duft von frisch geräuchertem Fisch war die beste Belohnung für die konzentrierte Arbeit am Vormittag. Bei fangfrischen Fischbrötchen direkt vom Kutter konnten wir uns kurz aufwärmen und die Erlebnisse der ersten Übungsstunden besprechen, bevor es wieder raus auf die Warnow ging.

Fazit: Müde, kalt, aber glücklich

Nach drei intensiven Tagen ziehen wir ein klares Resümee: Das Training in der Yachthafenresidenz Hohe Düne war jeden Cent und jedes Zittern wert. Die Kombination aus anspruchsvollen Übungen, der tollen Kulisse von Warnemünde und der super Stimmung in der kleinen Truppe war klasse.

Wir kommen mit einer großen Portion mehr Selbstvertrauen für die kommende Saison zurück in den Verein. Die nächste enge Box im Sommerurlaub kann uns jetzt nicht mehr schocken!

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